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Wenn Schule und Wirtschaft zusammen Kompetenzen denken

Zum Thema Kompetenzen gibt es große gesellschaftliche Einigkeit: Kompetenzen stehen im Kern der schulischen Lernziele und diese werden auch primär im Arbeitsleben benötigt. Doch um welche Kompetenzen handelt es sich? Wie können diese in Schule entwickelt werden? Und was benötigen Lehrende, um den Rollenwechsel vom Wissensvermittler zum Kompetenzentwickler umsetzen zu können?

Um Antworten auf diese Fragen zu finden, müssen Schule und Wirtschaft kooperieren. Deshalb beschäftigen sich die Initiative „Schule im Aufbruch“ gGmbH und der Goinger Kreis, ein deutschlandweites Netzwerk von Personalmanagern, gemeinsam mit dem Thema Kompetenzen. In einem ersten Schritt hat der Goinger Kreis einen Überblick der gewünschten Kompetenzen bei Berufseinsteigern erarbeitet und diese mit Schülern von „Schule im Aufbruch“ diskutiert. Hierbei sind eine angewandte Dokumentation und Film entstanden, der Interessierten unter www.schule-im-aufbruch.de/ zur Verfügung steht.

Nun geht die Kooperation in die zweite Runde. Im Innovation Lab der Deutschen Bank in den Hackeschen Höfen in Berlin haben die beiden Initiativen gemeinsam weitere Akteure eingeladen. Neben Mitarbeitern der Deutschen Bank und Personalverantwortlichen des Goinger Kreises waren Vertreter der Initiativen Kreidestaub, Mehr als Lernen, Generation iTrust, Lernox sowie Lehrende und Lehrerfortbildende anwesend. Gemeinsam haben sie zusammengetragen, was notwendig ist, um Kompetenzentwicklung an Schule begleiten zu können.

Die Themen, die sich herauskristallisierten, waren neben der grundsätzlichen Bedeutung sozialer, methodischer und persönlicher Kompetenzen auch die Haltung der Lehrenden hierzu. Es bestand Einigkeit, dass Lehrende sich zunächst bestimmte eigene Kompetenzen aneignen müssen, bevor sie die Entwicklung o.g. Kompetenzen bei anderen begleiten können. Auch war klar, dass Kompetenzentwicklung nicht im klassischen System Schule stattfinden kann, sondern unbedingt andere Möglichkeitenräume innerhalb der Schulzeit eröffnet werden sollten. „Kompetenzen entwickeln sich nur wenig als zufälliges Nebenprodukt von Fachunterricht im 45-Minuten-Takt“, so die Geschäftsführerin der Initiative Schule im Aufbruch Monia Ben Larbi. „Wenn wir Kompetenzentwicklung ernst nehmen, benötigen wir neue Formate, die Schüler herausfordern und Reflexionsfähigkeit einbeziehen. Es gibt immer mehr auch staatliche Schulen, von denen wir das lernen können.“

Die Ergebnisse werden nun in Selbstlernmaterial für Lehrende übersetzt. Dieses wird sich in vier Bereiche gliedern: Grundlagen von Kompetenzen wie beispielsweise Definitionen und Abgrenzungen; Wissen darüber, wie Kompetenzen sich entwickeln; die aktive Entwicklung der eigenen Kompetenzen sowie mögliche Formate und Herangehensweisen direkt in der Schule inkl. Kompetenzmessung.

Ansprechpartner:

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