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Nachhaltige Arbeitsfähigkeit

Die Erkrankungen durch psychische Belastungen in der Arbeitswelt nehmen zu. Ein Projekt zeigt, wie Emotionen zur nachhaltigen Arbeitsfähigkeit beitragen.

Thema Nachhaltige Arbeitsfähigkeit

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Erfahren Sie mehr in unserem Buch „Grenzüberschreitungen“:

Die Entwicklung der Arbeitswelt in Richtung von arbeitsverdichtenden Prozessen und von Digitalisierung bewirkt eine Zunahme von Belastungsstörungen und psychischen Erkrankungen. Es gibt inzwischen verschiedene gesetzliche Regelungen. Es gibt zahlreiche Beratungsangebote. Und Unternehmen investieren einen bedeutenden Teil ihrer Ressourcen, um Mitarbeiter an das stetige Tempo anzupassen und „fit“ zu halten. Doch wieso zeigen sich trotz hoher Investitionen auf Unternehmenskosten keine nachhaltigen positiven Effekte bei der Senkung psychischer Belastungen unter den Mitarbeitern?

Alle Bemühungen, neue Arbeitskräftepotenziale zu erschließen (Frauen, Ältere, Migranten), haben wenig Sinn, wenn in den Unternehmen nicht eine nachhaltige Arbeitsfähigkeit unterstützt wird. Wir definieren Arbeitsfähigkeit als Fähigkeit und Möglichkeit, (physisch & psychisch) gesund zu arbeiten und die Anforderungen der Arbeit zu bewältigen. Wir definieren Nachhaltigkeit als andauernde Maßnahme (Zeitlicher Aspekt) sowie als sich selbst tragende Maßnahme, die alle Beteiligten mit einbezieht (Holistischer Aspekt).

Wir haben uns systematisch mit den unterstützenden und den belastenden Wirkungsfaktoren beschäftigt und daraus die notwendigen Aktivitäten der Unternehmen, Führungskräfte und Mitarbeiter abgeleitet. Auch wenn die Erklärung für psychische Belastungsstörungen sicherlich nicht monokausal ist, sind wir davon überzeugt, dass es zu einem großen Teil an bestimmten Standards und Konzepten von Führung liegt. Einer Führung, in der trotz aller ausgefuchsten Instrumente und Prozesse die Emotionen der Mitarbeiter und ihre von verschiedenen Elementen geprägte persönliche Situation nicht mehr vorkommen. Durch bestimmte Tendenzen der Digitalisierung verstärkt sich diese Entwicklung und die Entfremdung der Arbeit nimmt zu. Um diesem Phänomen näher zu kommen und konkrete Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln, haben wir uns bewusst mit den scheinbar weichsten Faktoren beschäftigt: „Stimmung und Miteinander“ sowie „Führung und Kommunikation“. Daraus haben wir Empfehlungen entwickelt und im Video „Emotions please“ verbildlicht. Exzellente Führung unterscheidet sich von guter Führung dadurch, dass sie den Menschen als Menschen in seiner Gänze wahrnimmt.

  

Ansprechpartner

Karen Hoyndorf - karen.hoyndorf@goinger-kreis.de
Franz Eichinger - franz.eichinger@goinger-kreis.de

„Wenn Arbeit krank macht, dürfen wir das nicht mit einem Achselzucken hinnehmen. Wir haben den Eindruck, dass das nicht einfach nur der notwendige Preis einer notwendigen Arbeitsverdichtung ist. Was passiert mit fremdgesteuerten Menschen? Sie werden zu Robotern und in letzter Konsequenz werden sie krank.“