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New Work für Alle

New Work ist in aller Munde und steht durch die Corona-Pandemie noch stärker im Fokus als zuvor. Diskussionen um Home-Office und Flexibilisierung der Arbeitszeit dominieren die Medien – dabei werden Berufsgruppen, die aufgrund ihrer Tätigkeit vor Ort sein müssen, ausgeschlossen.

Es handelt sich bei dem Megatrend New Work aber um mehr als nur die Flexibilisierung von Arbeitszeit und -ort. Auch bei Vor-Ort-Arbeitenden wie beispielsweise dem Handwerker, bei Ärzten oder im Einzelhandel finden sich neue Formen der Arbeit wieder, die über Home-Office hinausgehen.

Foto: Illustration Emotionen in virtueller Zusammenarbeit

Weitere Informationen

Die Ergebnisse der Untersuchung werden - sobald verfügbar - an dieser Stelle veröffentlicht.

New Work ist kein einheitlicher und klar definierter Begriff, sondern setzt sich aus vielen unterschiedlichen Facetten zusammen. Diese können in strukturelle und kulturelle Aspekte unterteilt werden.

Auf der strukturellen Ebene wird die Arbeit in der Zukunft flexibler. Das ist auch heute schon bemerkbar und in Zeiten der Corona Pandemie ein klarer Vorteil. So können immer mehr Menschen von zu Hause arbeiten und sich ihre Arbeitszeit frei einteilen. Neue Organisationsformen wie die Gig-Ökonomie und der Ansatz der Holokratie werden präsenter. Es findet eine Demokratisierung der Unternehmen statt und im Zuge dessen wird das Empowerment der Mitarbeiter weiter ausgebaut.

Auf der kulturellen Ebene wirkt sich New Work insbesondere auf die Führung, die Zusammenarbeit, die Art des Lernens und den Informationsfluss aus. Positive sowie Shared Leadership, Diversität, Selbstkonkordanz und Jobcrafting sind nur einige Beispiele für neue Ansätze in diesem Bereich.

Schnell fällt allerdings auf, dass sich die allermeisten Artikel zu New Work implizit oder auch explizit auf die sogenannte Wissensarbeit beziehen, welche dem White Collar Bereich gleichzusetzen ist. Bei dieser Art der Arbeit ist es vergleichsweise einfach, im Homeoffice zu arbeiten und flexible Arbeitszeiten zu realisieren.

Doch natürlich umfasst dieser Ansatz nicht alle Berufe. Eine Flexibilisierung von Arbeitszeit und -ort ist auf den ersten Blick in Blue Collar Bereichen wie dem Handwerk nur schwer realisierbar. Aber auch Ärzte, Richter und weitere Berufsgruppen können (wenn überhaupt nur teilweise) von zu Hause arbeiten. Vor-Ort-Berufe sind dadurch von den aktuellen Diskussionen bezüglich der Flexibilisierung von Arbeitszeit und -ort oftmals ausgeschlossen.

Die Projektgruppe New Work des Goinger Kreises hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, die Personengruppe der Vor-Ort-Arbeitenden stärker in den Fokus zu rücken. Es soll darum gehen, zu analysieren, was New Work für diese spezielle Zielgruppe bedeutet, beziehungsweise in Zukunft bedeuten kann. Eine spezifizierte Zielsetzung befindet sich noch in der Schärfung.

 


Ansprechpartner

Nadja Sauerwein

Nadja Sauerwein
nadja.sauerwein@goinger-kreis.de