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Repatriate Knowledge Transfer

Mitarbeiter, die ins Ausland entsandt wurden, haben wertvolle Erfahrungen gesammelt. Dieses Wissen kann man nach ihrer Rückkehr systematisch nutzen.

Foto: Illustration Knowledge Transfer

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Lesen Sie in unserem Buch mehr über einen erfolgreichen Wissenstransfer von Expatriates
Zukunft Personal Beschäftigung, Hrsg. Goinger Kreis
Repatriate Knowledge Transfer

Die aktuelle Forschung belegt, dass für global operierende Unternehmen Repatriates ein wichtiger Faktor für den Wissenstransfer innerhalb einer Organisation sein können. Trotzdem ist das eigentlich gut verfügbare Wissen von Repatriates eine nicht ausreichend und nicht effektiv genutzte Ressource. Während die internationale Entsendung von Mitarbeitern meist einem detailliert geplanten Prozess folgt, scheinen der Rückführungsprozess und insbesondere die Nutzung des Wissens von Repatriates weniger strukturiert zu verlaufen.

Basierend auf Ergebnissen von dreißig Interviews mit amerikanischen und deutschen Repatriates wurden hindernde und fördernde Faktoren für diesen Wissenstransferprozess untersucht. Vier hinderliche Faktoren wurden identifiziert: Wahrnehmung als Außenseiter, Jobs mit mangelndem Bezug zur vorherigen internationalen Aufgabe, uninteressierte Vorgesetzte und ein ethnozentrisches und wenig internationales Arbeitsumfeld mit Vorbehalten gegenüber Repatriates und globalem Wissen. Im Gegensatz zu den hinderlichen Faktoren für Wissenstransfer durch Repatriates, wurden allerdings auch förderliche Faktoren herausgearbeitet. Diese können zusammengefasst werden als: Fähigkeit von Repatriates, Motivation von Repatriates, Akzeptanz und Vertrauen auf Seiten der Wissensempfänger und der positive Einfluss des Vorgesetzten. Organisationen sollten größere Anstrengungen unternehmen, um die Repatriates und damit ihr Wissen im Unternehmen zu halten und den Wissenstransferprozess zu unterstützen. Im Hinblick auf die Unterstützung des Wissenstransferprozesses weisen die Ergebnisse darauf hin, dass es für Organisationen notwendig ist, den gesamten Expatriation-Repatriation-Vorgang als integrierten Prozess zu betrachten und auch als solchen zu etablieren.

Foto: Anne Burmeister

Ansprechpartner

Anne Burmeister
anne.burmeister@goinger-kreis.de

„Das Wissen von zurückgekehrten Expatriates ist eine wertvolle Ressource für Unternehmen, insbesondere in Zeiten zunehmender globaler Vernetzung. Leider bleibt dieses wertvolle und verfügbare Wissen oft ungenutzt – dies lässt sich ändern.“